Erstmalig hatten die Kinder der Fehrs-Schule in diesem Jahr die Möglichkeit, symbolisch einen Weg in den Advent zu „gehen“.
Dafür legten einige Lehrerinnen am Samstag Ende November eine große Spirale aus Tannengrün in unserem Schulgarten aus. Im Mittelpunkt der Adventspirale wurde eine Laterne mit einer Kerze aufgestellt.
So gingen die Kinder nach dem ersten Advent klassenweise an verschiedenen Tagen in den Garten. Dort hatte jeder Schüler die Möglichkeit für sich, still und achtsam nacheinander den Weg zum Licht, in das Innere der Spirale zu gehen.
Dabei hielten sie ein Teelicht in der Hand, das sie in der Mitte an der großen Kerze anzündeten. Vorsichtig ging es dann wieder aus der Spirale hinaus in den großen Kreis der wartenden Kinder, die außen schweigend standen.
Diese uralte Tradition aus der Waldorfpädagogik half den Kindern für einen kurzen Moment still zu werden.
Anlässlich der Fensterdekoration zur Weihnachtszeit „Märchen“ wurde auf einmal „Rotkäppchen“ zum Thema der DaZ-Klasse. Einige kannten es schon – immerhin gibt es Märchen ja in vielen Sprachen übersetzt. Es war auch ganz witzig, mal zu hören, wie „Rotkäppchen“ auf italienisch oder türkisch heißt. Um sich mit dem Inhalt vertraut zu machen, schlüpften die Kinder spontan in schnell übergeworfene Kostüme, ließen sich den Text von Frau Schoof vorflüstern oder improvisierten selbst und spielten das Märchen nach! Das hat vielleicht Spaß gemacht!!! Selten gab es einen so süßen Wolf oder eine Großmutter, die sich kaputtlacht, wenn der Wolf an die Tür klopft, aber das muss auch mal sein! Das war wirklich mal was Besonderes für unsere DaZ-Klasse! Wir haben so mutige, talentierte Kinder!
Die AWO spendete der Fehrs-Schule viele Spielsachen, die die Kinder mit in die Klassen nehmen durften und auch der Offene Ganztag konnte mit den neuen Spielsachen ausgestattet werden. Da war die Freude groß, als der AWO-Transporter auf den Schulhof fuhr, seine Kisten entlud und Frau Julia Duda (AWO Regionalleitung Kreis Steinburg) die Geschenke an Frau Claudia Isidro (Schulleiterin Fehrs-Schule) und Frau Christiane Marnau (Leiterin des Offenen Ganztages an der Fehrs-Schule) überreichte.
Schön, dass unsere Büchereimütter wieder die Bücherei geöffnet haben! Vielen Dank!
Jede Kohorte hat ihren eigenen Büchereitag. Drei Kinder in jeder Klasse bekommen einen Büchereiausweis, der sie berechtigt, in die Bücherei zu gehen, um dort zu lesen oder ein Buch auszuleihen. Dieser Ausweis darf nach dem Verlassen der Bücherei an ein Kind der gleichen Klasse weitergegeben werden. So sind es nie zu viele Kinder auf einmal. Außerdem werden die Hände beim Betreten der Bücherei desinfiziert. Der Mund- und Nasenschutz muss getragen werden. Wer nur ein Buch abgeben möchte, darf es an der Tür zur Bücherei in einer Kiste ablegen und gleich wieder in die Pause gehen.
Montag: KuS oder DaZ, alle 2 Wochen im Wechsel, 9.30 – 9.55 Uhr
Alle Welt redet von Digitalisierung. Seit April können wir, die DaZ-Klasse, auch mitreden. Wir sind bei Anton angemeldet! Frau Borstorf-Dreifke hat uns im Unterricht gezeigt, wie wir die App bedienen müssen. Wir haben uns witzige Avatare ausgesucht. Einer von uns fand Frau Borstorf-Dreifkes Vorgabe „Deutsch als Zweitsprache 1. Stufe“ zu langweilig und hat gleich zu Beginn die Aufgaben aus der 9.und 10. Klasse gelöst. Cool, oder? Leider hat er nach acht Minuten aufgegeben und sich in die 1. Stufe eingeloggt. Ist doch auch egal, Hauptsache Münzen!
Am 8. Mai 2020 haben unsere Eltern erfahren, dass wir wieder in die Schule dürfen. Wir, die DaZ-Klasse, haben uns sehr gefreut. Frau Borstorf-Dreifke hat uns geschrieben, dass wir uns alle pünktlich um 10:55 Uhr mit unseren Eltern auf dem Schulhof treffen.
„ M I T A B S T A N D! “, Frau Borstorf-Dreifkes Lieblingsworte, wie sich später herausstellte.
Vor einem Jahr haben wir, die DaZ-Klasse, an einem Plakat gebastelt. Unser Motto damals:
Ich bin anders. Du bist anders. Wir gehören zusammen.
Dieses Motto haben wir, die DaZ-Klasse, wieder aufleben lassen, denn es passt in die Corona-Zeit. Trotz Verständigungsproblemen halten wir, unsere Eltern und unsere Lehrerin zusammen. Jeden Donnerstag lesen wir telefonisch unserer Lehrerin etwas vor und berichten ihr, wie es uns geht. Wir machen Fotos von unseren Hausaufgaben und schicken es an unsere Lehrerin, die uns dann die Lösungsbögen schicken muss. So haben wir Frau Borstorf-Dreifke gut beschäftigt, da sie für jeden Schüler und jede Schülerin verschiedene Lösungen in Deutsch und Mathe schicken muss. Die Post, die wir von ihr bekommen, sieht sehr schön! Sie malt auf dem Umschlag immer so bunte Streifenbögen, die kann man auch manchmal am Himmel sehen, wenn es regnet und die Sonne scheint. Da unsere Lehrerin sehr kreativ ist, versuchen wir es auch zu sein. Die Lösungsbögen, die sie uns schickt, bearbeiten wir nochmals und machen neue Aufgaben daraus und schicken sie wieder zurück. Das macht Spaß! Wir bekommen nur keine Lösungsbögen von den Lösungsbögen zurück. Einer von uns behauptet manchmal, dass die Matheaufgaben viel zu schwer für ihn sind, aber leider merkt Frau Borstorf-Dreifke das immer. Wir wissen auch nicht warum. Wahrscheinlich kennt sie uns zu gut.
Liebe Grüße an alle aus der DaZ-Klasse! Haltet durch, bleibt gesund und denkt an unser altes Motto:
Ich bin anders. Du bist anders. Wir gehören zusammen.
Wenn ein paar Betreuungskinder den Garten besuchen, freue ich mich sehr. Es ist so merkwürdig, wenn nur die Vögel für mich singen.
Auch, wenn die Gartenkinder noch auf ihre Gartenzeit warten müssen, ist die Natur nicht aufzuhalten. Ich möchte, dass Ihr daran teil habt, indem ich in den nächsten Wochen immer wieder erzähle, was im Garten gerade passiert.
Wenn ich morgens in den Garten gehe, wartet das Rotkehlchen, auf dem Zaun sitzend, schon auf mich, es ist so scheu, dass ich es leider noch nicht für euch vor die Kamera bekommen konnte.
An den Schulhof werde ich erinnert, wenn hier drei Buchfinken hintereinander her toben, um auszufechten, wer wohl der Chef ist.
Die ersten Kartoffeln haben das Licht der Welt erblickt, ich werde sie anhäufen, das heißt, dass ich sie vorsichtig mit Erde bedecke, damit sie geschützt sind, falls es noch mal friert, die Sonne die kleinen Dämme besser erwärmen kann und die Erde schön locker bleibt.
Der Apfelbaum öffnet seine Blüten, es ist eine unglaubliche Fülle, die er uns schenkt. Ein buntes Gebrumme und Gesurre ist zu hören, von all den Besuchern, die sich jetzt dort oben tummeln, Hummeln, Wildbienen und Honigbienen, ganz kleine Libellen und noch so einiges andere Krabbelzeug. Auch die Meisen finden dort Nahrung für sich und ihren Nachwuchs.
Damit es dem alten Apfelbaum gut geht, haben wir den Boden über seinen Wurzeln gelockert, dabei sind uns die ersten Maikäfer begegnet. Da es so lange nicht geregnet hat, haben wir Wassersäcke an den Baum gestellt, so dass das Wasser tröpfchenweise in den Boden versickert und dem Baum, Kraft schenkt.
Wir haben Sonnenblumenkerne gesät, um im Herbst die Vögel im Garten mit eigenen Kernen zu füttern.
Bis zum nächsten Mal sende ich euch sonnige Grüße aus dem Schulgarten.