Holcim- Cup


Eine Idee aus der Fehrs-Schule
begeistert Steinburgs Grundschulen

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beim Interview

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Kasper Nielsen und begeisterte Kinder

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Ljubomir Vranjes und die Fehrs-Schüler

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Rudi bittet zur Siegerehrung


Brunsbüttel/ Brokdorf

 
Zum fünften Mal trafen sich Schulmannschaften der Grundschule  aus Steinburg und Brunsbüttel zu ihrem Holcim-Pokal in der Elbgemeinde Brokdorf. Für die Grundschüler, die am 5. Holcim Handball Cup teilnahmen, war dieser Tag bestimmt ein echter Knüller. Die Tatsache, dass  17 Grundschulmannschaften im Mixed-Handball aufeinander trafen, war mit Sicherheit eine bundesweite Besonderheit. Aber das I-Tüpfelchen  war die gehäufte Präsenz von Profihandballern der SG Flensburg-Handewitt sowie der Bundesliga-Frauen-Handballerinnen Christina Vogt früher HSG Marne-Brunsbüttel und Marina Bratenkowa und Liudmila Yermachek und den Jugendtalenten Jessica Oldenburg und Judith Drews (alle TSG Wismar). Die fast 200 teilnehmenden Grundschüler bildeten zum Empfang der Handballprofis ein langes doppelseitiges Spalier, durch deren Mitte die „Stars“ Hände abklatschend in die Halle liefen.  Wie in den Jahren zuvor mit den Gästen vom TBV Lemgo bzw. mit der Argentinischen Nationalmannschaft, standen einige lustige Aktionen mit Profis und Spielern auf der Spielfläche an, bevor mit NDR 1 Welle Nord Sportredakteur Rudi Dautwiz  die „SportTalk-Show hinter dem Deich“ vor den Augen der begeisterten Kinder startete. Gerade hier stellten auch die Schüler ihre eigenen Fragen an die Spieler und Spielerinnen. So manche Frage war auch sehr persönlich. So fragte Fulya aus der Fehrs-Schule vor laufender NDR Fernsehen Kamera  Europameister Kaspar Nielsen, ob er zurzeit eine Freundin hat. Während die Brunsbütteler Boy-Lornsen-Grundschule zum ersten Mal an diesem Großturnier für Schulmannschaften teilnahm, wurde die Mannschaft des Turnierideengebers  der Itzehoer Fehrs-Schule während des gesamten Turnierverlaufes mit der NDR Kamera verfolgt. Viele Eindrücke und Emotionen der Schülerinnen und Schüler gab das Schleswig-Holstein Magazin abends in einem Beitrag wieder. Dieser Jugendsport  steht ideal  im Einklang mit den Leitsätzen des Hauptsponsors  Holcim: "Strength, Performance, Passion". Zu Deutsch: Stärke, Leistung und Leidenschaft.  „Wo lässt sich dieses besser erleben als beim Jugendhandball“, so Holcim Werksleiter Morten Holpert. Mittlerweile sind weitere regionale Firmen dem Aufruf zur Förderung des Schulsports gefolgt. Somit konnte erstmals jeder teilnehmenden Schule ein großes mit erstklassigen Handbällen gefülltes Ballnetz samt Markierungsleibchen und Taktiktafel übergeben werden. „Die ist ein wichtiger Beitrag zu Qualitätssicherung im Schulsport“, so Organisator Winfried Melzer. "Für die Ballschulung sollte möglichst jedem Kind ein Ball zur Verfügung stehen. Sonst könnten die Schüler das Dribbling auch vor dem Fernseher erlernen“.  Das Organisatoren-Team will auch zukünftig bei seinem Spielmodus bleiben, wenn auch im Lande sonst geschlechtshomogene Turniere ausgetragen werden. Die veränderte Mannschaftsgestaltung mit mindestens drei Feldspielerinnen ist und bleibt ein Unikat in Sachen Schulhandball und ein bisher gelungenes Projekt in Sachen Fairness. „Drei Spielerinnen müssen immer auf dem Felde sein", betont Gunnar Herzberg, der dieses System mit entwickelte. "Hiermit stärken wir den koedukativen Charakter in dieser Sportart", betonte Sportlehrer Melzer. Jungen und Mädchen müssen zusammen spielen. Die Jungen müssen in ihrer Spielweise mehr Rücksicht nehmen, ein körperloseres Spiel steht somit im Vordergrund.  Hiervon überzeugte sich auch die Vorstandsebene des Handball-Verbandes Schleswig-Holsteins mit dem Präsidenten Karl-Friedrich Schwark und seiner Kinder- und Schulsportbeauftragten Heidi Thiele und Jugendwartin Brigitte Fischer. Eingespielte Vereins-Handballmannschaften können somit nicht unbedingt bei dieser Turnierform auflaufen, sondern müssen das Team durch das andere Geschlecht ergänzen. "Gleichzeitig sehen wir hierbei eine Chance für das Erleben von Fairplay und Rücksicht", so Sportlehrer Winfried Melzer. 
Für die Zukunft steht dem Organisationsteam Mehrarbeit an, denn die Teilnehmerzahlen schnellte in den 5 Jahren von 9 Mannschaften auf 17 Teams an.  Die Anstrengungen für Kurzweile müssen verstärkt werden. „Wir diskutieren auch über 2 Spielorte, die Sporthalle Brokdorf und die Sporthalle Brunsbüttel Süd sind nur wenige Busminuten auseinander. Ein Shuttlebetrieb hätte durchaus seinen Charme“, so Winfried Melzer.
W. Melzer

Holcim-Cup 2007 

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